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Pranayama

Pranayama

Bei der Pranayama Praxis werden über längere Übungsphasen die normalerweise unbewussten Atemmuster durch bewusst ausgeführte Techniken ersetzt.
Ausatmung, Einatmung und Atempausen werden in ein bestimmtes Verhältnis zueinander gebracht.
Dies führt zu einer Veränderung der Aktivitäten des Geistes und kann bei regelmäßiger Praxis eine Tiefergehende Transformation des Bewusstseins und eine zunehmende Sensibilisierung für feinstoffliche Lebensaktivitäten bewirken.

 

Prana – „ Lebenskraft“ oder „Lebensenergie“
Yama – „ Disziplin“ oder „Steuerung“ " und bezeichnet die bewusste Regulierung durch Achtsamkeit und beständiges Üben.
Ayama – „ Expansion“ „Nichtbegrenzung“ oder „Verlängerung“

Pranayama

Prana
(Sanskrit, prāna, Lebensatem, Lebenshauch) wird in der hinduistischen Lehre, als Leben, Lebenskraft oder die universelle Lebensenergie angesehen. Prana ist vergleichbar mit Qi im alten China und Ki in Japan. Prana ist jedoch mehr als "nur" Atem oder Luft. Im Yoga wird das Arbeiten mit Atem und Luft als Zugang zum Prana, d.h. der Lebensenergie und seiner Manifestation im Körper begriffen. Dem zufolge zirkuliert das Prana im Körper durch ein System von Kanälen (Nadi). Prana durchzieht jedes Leben.

Beschreibung und Zusammenhänge
.Die Atmungspraxis kann somit als Bindeglied zwischen Vorgängen des Körpers und geistiger Prozessen betrachtet werden. Im Yoga hat deshalb die Praxis des Pranayama traditionellerweise eine große Bedeutung. Pranayama kann als eine der ältesten Formen der Atemtherapie bezeichnet werden. Die Anwender gehen davon aus, dass von allen Körperfunktionen des Menschen der Atem am intensivsten mit allen anderen Ebenen des Menschen verknüpft ist.
Die Atmung reagiert sehr empfindlich und unmittelbar auf psychische und physische Veränderungen. Zugleich ist sie die einzige Körperfunktion, die auch willentlich gesteuert werden kann, obwohl sie ununterbrochen unwillkürlich abläuft.
Es bestehen mechanische und nervliche Wechselwirkungen zwischen der Atembewegung und zahlreichen Körperorganen und deren Funktionen.
Die Atembewegung beeinflusst die Herzfunktion und den Blutkreislauf; Sauerstoffversorgung, Kohlendioxidspiegel, Ionenkonzentration und damit den Stoffwechsel Die Atmung beeinflusst auf der Ebene des Zentralnervensystems die Bewusstseinsvorgänge des Menschen und damit sein Empfindungs und Gefühlsleben.


Nutzen und Wirkungen von Pranayama

Werden die verschiedenen Übungen des Pranayama regelmäßig geübt, wird das Atemvolumen vergrößert und der Atem immer länger und feiner. Ebenso konnten nach regelmäßiger Pranayama-Praxis verschiedene positiv bewertete Effekte auf das vegetative Nervensystem nachgewiesen werden, u.a. eine verbesserte Sauerstoffbindungsfähigkeit der roten Blutkörperchen,  verringert Giftstoffe und fördert Ausscheidungen in unserem Körper daher ist es eine wunderbare Vorbeugung, Verbesserung von Krankheiten. Pranayama entwickelt unsere Konzentration und Fokus. Es bekämpft Blockaden und entspannt den Körper und Geist, helfen diese wiederzubeleben. Sauerstoff reinigt den Blutstrom versorgt den Körper mit Energie hat eine verjüngende Wirkung. Tiefe Atemübungen stimulieren den entspannenden Teil unseres Nervensystems, durch rhythmische Bewegungen des Zwerchfells und der Bauchwandmuskeln.

Die verschiedenen Atemtechniken die wir gemeinsam praktizieren werden sind.

pranayama
  • UJJAYI: heißt übersetzt „siegen“ bzw. „siegreich sein, bzw. „sich durch Eroberung zu eigen machen“. Im Deutschen wird Ujjayi meist als, „Die Atmung mit dem Reibelaut bezeichnet.
  • BHIBHAGA: Drei Segmente der Atmung. Untere Lungen Atmung (Bauchatmung). Mittlere Lungen Atmung (Brustatmung). Obere Lungen Atmung (Schlüsselbeinatmung)
  • MAHAT PRANAYAMA: Komplette Atmung (Drei Phasen Atmung)
  • NADI SHODHANA: nadi = Kanal, Röhre, shodana = reinigend.
  • NADI SUDDHI Schnelle Wechselatmung.
  • KAPALABHATI: Kapala bedeutet wörtlich Schale oder Schädel, bhati heißt soviel wie Licht oder Leuchten.
  • SAPTA YOGA BHASTRIKA: Blasebalgatmung oder Feueratmung.

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